BMW GROUP STARTET PRODUKTION DES NEUEN BMW 3ER IM WERK DINGOLFING

Die BMW Group hat seit dieser Woche im Werk Dingolfing die Serienproduktion der achten Generation des BMW 3er gestartet. Der Standort fertigt die neue BMW 3er Limousine mit Verbrennungsmotor (und künftig auch mit Plug-in-Hybrid-Antrieb). Das Modell übernimmt die Designsprache und integriert zentrale Technologien der Neuen Klasse, darunter BMW Panoramic iDrive, eine neue Bordnetz- und Elektronikarchitektur sowie neue Fahrerassistenzsysteme.

Klare Produktionsaufteilung zwischen München und Dingolfing

Die BMW Group verteilt die Produktion der neuen BMW 3er Modellgeneration auf zwei deutsche Fahrzeugwerke: Das BMW Group Werk München produziert den vollelektrischen BMW i3. Im BMW Group Werk Dingolfing entstehen die Varianten der BMW 3er Limousine mit Verbrennungsmotor und ab 2027 (s.o.) mit Plug-in-Hybrid-Antrieb. Diese Aufteilung folgt dem technologieoffenen Ansatz der BMW Group und ermöglicht es, unterschiedliche Kundenanforderungen und Antriebskonzepte abzubilden. Insgesamt flossen dafür rund eine Milliarde Euro in die Weiterentwicklung der Fahrzeugwerke München und Dingolfing.

In Dingolfing läuft die neue BMW 3er Limousine flexibel im Mix mit Modellen der BMW 4er und BMW 5er Reihe über eine gemeinsame Fertigungslinie in der Montagehalle 50. Die Produktionsanlagen können dabei unterschiedliche Antriebsvarianten abbilden.

Wichtige Bauteile für die neue BMW 3er Limousine kommen aus dem BMW Group Werk Landshut, der größten Komponentenfertigung im Produktionsnetzwerk der BMW Group. Der Standort liefert unter anderem Kurbelgehäuse und Zylinderköpfe für Vier- und Sechszylindermotoren, sowie die Gelenkwelle als zentrales Element der Kraftübertragung. 

Außerdem entstehen in Landshut Interieur-Umfänge wie die Instrumententafel inklusive des Handschuhkastens. Im Fahrzeug-Cockpit setzt eine neu entwickelte Lichttechnologie einen besonderen Akzent im Innenraum der neuen BMW 3er Limousine: Dabei kommt eine integrierte Lichtbox zum Einsatz, die unterschiedliche Oberflächenmaterialien von hinten durchleuchtet. Die Innovation durchlief im BMW Group Werk Landshut den Weg von der Vorentwicklung über die Industrialisierung bis zur Serienfertigung

Mit seiner hohen Fertigungstiefe, seinem breiten Technologieportfolio leistet das Werk Landshut einen bedeutenden Wertbeitrag für die neue Modellgeneration.  

Rückkehr eines prägenden Modells

Bereits die erste Generation des BMW 3er, der BMW E21, wurde ab 1980 in Dingolfing gefertigt. Bis 2004 entstanden dort mehrere Generationen der BMW 3er Limousine. Von 2013 bis 2021 produzierte das Werk zudem den BMW 3er Gran Turismo. Insgesamt liefen bislang mehr als 1,15 Millionen Fahrzeuge der BMW 3er Reihe in Dingolfing vom Band. Der BMW 3er gehört seit mehr als 50 Jahren zu den zentralen Modellen der Marke BMW. Seit seinem Marktstart im Jahr 1975 wurden weltweit rund 18 Millionen Fahrzeuge der Baureihe verkauft.

Wir freuen uns sehr, dass die BMW 3er Limousine nach Dingolfing zurückkehrt. Mit ihr integrieren wir ein Produkt mit zentralen Technologien der Neuen Klasse in unsere vorhandenen Produktionsstrukturen. Wir zeigen damit einmal mehr unsere Stärke, im Sinne der Technologieoffenheit unterschiedliche Modelle mit sämtlichen Antriebsvarianten hochflexibel und wettbewerbsfähig zu produzieren.

Christoph Schröder, Leiter des BMW Group Werks Dingolfing

Effizient in bestehende Produktionsstrukturen integriert

Die neue BMW 3er Limousine wurde schnell, flexibel und effizient in die bestehenden Produktionsstrukturen integriert. In Lackiererei und Montage kann der BMW 3er weitgehend auf vorhandenen Linien und mit bewährten Prozessbaukästen gefertigt werden. Anpassungen waren vor allem für Innovationen der Neuen Klasse erforderlich, etwa für BMW Panoramic iDrive und die damit veränderte Cockpit-Vormontage.

Im Karosseriebau entstand eine neue, antriebsneutrale Produktionslinie innerhalb des Bestandsgebäudes. Dabei setzt das Werk konsequent auf Wiederverwendung: Rund ein Drittel der etwa 750 Roboter sowie weitere Anlagenkomponenten stammen aus bestehenden Produktionsanlagen. Moderne Technologien wie die automatische Best-Fit-Anpassung von Türen und Klappen sowie die automatisierte Oberflächeninspektion unterstützen zusätzlich die Qualitätssicherung.

Auch die Inbound-Logistik wurde weiter automatisiert und digitalisiert. Automatisierte Stapler, Splitbots und rund 250 Smart Transport Robots greifen dabei intelligent ineinander und unterstützen die Warenanlieferung und Materialversorgung der Fertigung.

Diese Maßnahmen sind Teil der Weiterentwicklung der BMW Group Produktion entlang des Zielbilds der BMW iFACTORY. Dieses verbindet eine schlanke Produktion mit Ressourcenschonung und Digitalisierung. Automatisierung, Künstliche Intelligenz, intelligente Robotik und digitalisierte Logistikprozesse unterstützen Effizienz und Qualität. 

Investitionen stärken den Standort Dingolfing

Das BMW Group Werk Dingolfing ist der größte europäische Produktionsstandort der BMW Group. Rund 18.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie etwa 950 Auszubildende arbeiten am Standort. Das Werk produziert täglich rund 1.350 Fahrzeuge. Zum Modellprogramm gehören neben dem neuen BMW 3er auch Modelle der BMW 4er, BMW 5er und BMW 7er Reihe sowie der BMW iX, Fahrzeuge der BMW M GmbH und der BMW 7er Protection.

Der neue BMW 3er ist ein starkes Signal für Dingolfing und vor allem für unsere Belegschaft. Er schafft langfristige Perspektiven für den Standort und die Beschäftigten. Dass dieses wichtige Zukunftsmodell nach Dingolfing kommt, ist auch ein Verdienst der Erfahrung, Flexibilität und des großen Engagements unserer Kolleginnen und Kollegen

Stefan Schmid, Betriebsratsvorsitzender am BMW Group Standort Dingolfing

Ausblick

Mit dem Produktionsstart beginnt der Serienhochlauf der achten Generation des BMW 3er im BMW Group Werk Dingolfing. Die Markteinführung erfolgt schrittweise ab dem ersten Quartal 2027. Bis Ende 2027 plant die BMW Group, rund 40 neue oder überarbeitete Modelle mit Technologien der Neuen Klasse auf die Straße zu bringen. 

(Quelle: BMW Group Newsroom Deutschland | 03.11.2027)